Drainage am Fundament: So halten Sie Wasser vom Haus fern

Die meisten feuchten Keller haben ein Drainageproblem, kein Abdichtungsproblem. So funktionieren die Schichten wirklich.

Eine Fundamentdrainage ist ein Sickerrohr, das neben dem Fundamentstreifen unterhalb der Kellersohle verlegt, mit gewaschenem Drainagekies umhüllt und in ein Filtervlies eingepackt wird. Ihre Aufgabe ist es, Sickerwasser aufzunehmen, bevor es sich an der Wand aufstauen kann, und es einer Versickerung oder Regenwasserleitung zuzuführen. Das Rohr ist der billigste Teil des Systems; die eigentliche Arbeit leistet die Kiesumhüllung, und genau dort scheitern die meisten Einbauten. Rechnen Sie mit 150 bis 200 mm sauberem Kies unter und um das Rohr, niemals Sand und niemals der gerade ausgehobene Boden.

Warum die Vlieslage über die Lebensdauer entscheidet

Das Filtervlies trennt den Kies vom umgebenden Erdreich, damit keine Feinteile einwandern und die Hohlräume zusetzen. Wickeln Sie das Vlies um die gesamte Kieshülle, nicht eng um das Rohr selbst. Direkt am Rohr anliegendes Vlies verstopft binnen weniger Jahre an den Schlitzen, die Drainage entwässert nicht mehr und sieht von außen dennoch tadellos aus. Überlappen Sie die Stöße um mindestens 300 mm, denn jede Lücke ist ein direkter Weg für Schlamm.

Das Gefälle ist ebenso wichtig wie das Material. Zielen Sie auf durchgehend 1:200, also 5 mm pro Meter, in Richtung Ablauf. Das ist flach genug, um es mit bloßem Auge zu verfehlen, also arbeiten Sie mit Laser oder Schlauchwaage statt nach Gefühl. Eine Drainage mit einer Senke hält stehendes Wasser, und stehendes Wasser im frostigen Boden sprengt Rohre.

Was oberhalb der Drainage passiert

Selbst eine perfekte Drainage versagt, wenn die Oberfläche darüber Wasser zum Haus leitet. Modellieren Sie das Gelände auf den ersten zwei Metern mit rund 1:20 vom Gebäude weg und prüfen Sie, dass Fallrohre in die Entwässerung oder deutlich abseits des Fundaments münden statt daneben ins Erdreich. Ein einziges Fallrohr neben einer Wand liefert bei einem Starkregen mehr Wasser, als der umgebende Boden in einem Monat aufnimmt.

Praxistipp

Fotografieren Sie den offenen Graben vor dem Verfüllen mit einem Zollstock im Bild, der Kiesstärke und Rohrlage zeigt. Taucht in zehn Jahren ein Feuchteproblem auf, entscheidet dieses Foto darüber, ob gezielt repariert oder der gesamte Umgriff aufgegraben wird.

Fazit

Fundamentdrainage ist ein Schichtaufbau: Kieshülle, Vlies um den Kies, durchgehendes Gefälle und eine Geländemodellierung, die Wasser wegführt. Mit unserem Kiesrechner ermitteln Sie die Menge für Ihre Grabenlänge; bestellen Sie 10 Prozent mehr, denn sich setzender Kies braucht immer mehr, als die Rechnung vermuten lässt.

Veröffentlicht: 2026-06-20 | Von MaterialPilot Redaktion